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Kroatien

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Political system
 


Executive
Der Präsident der Republik ist das Staatsoberhaupt und wird für eine Amtszeit von fünf Jahren direkt gewählt. Der Präsident setzt die Parlamentswahlen an und ernennt die Mitglieder des Ministerrates (Kabinett) sowie den Ministerpräsidenten als Chef der Regierung.

Judikative
Der Oberste Gerichtshof ist die höchste juristische Instanz Kroatiens. Alle Richter werden vom Städtetag auf Empfehlung des Abgeordnetenhauses ernannt. Außerdem gibt es ein Verfassungsgericht und mehrere Straf- und Zivilgerichte sowie Berufungsgerichte.

Kommunalverwaltung
Administrativ ist Kroatien in 20 Gespanschaften eingeteilt. Einen besonderen Status hat die Stadt Zagreb als die kroatische Metropole.

Dieser neue Aufbau der staatlichen Verwaltung beruht auf einer historischen Tradition. Im Laufe der kroatische Geschichte war die Gespanschaft die administrative Einheit eines Stammes. Die Gränzen der einzelnen Gespanschaften waren überwiegend natürlich. Den Begriff Gespanschaft als administrative Einheit gibt es in Kroatien bis 1918, als Kroatien zum Mitglied des Königsreichs der Serben, der Kroaten und des Serben wurde, d.h. dem Ersten Jugoslawien eingegliedert wurde.

Nach 1992 wurden die unabhängige Republik Kroatien wiederrum in Gespanschaften eingeteilt.
In den 21 Gespanschaften gibt es 120 Städte und 420 Gemeinden.

Landwirtschaft
Fast zwei Drittel der Fläche werden agrarisch genutzt; vor allem die fruchtbaren Böden im Save-Drau-Zwischenstromland werden intensiv kultiviert. Zu den wichtigsten landwirtschaftlichen Produkten gehören Zuckerrüben, Kartoffeln, Weizen und Mais. In klimatisch begünstigten Lagen werden auch einige Sonderkulturen angebaut, vor allem Wein und Obst. Entlang dem südlichsten Küstenabschnitt werden bei Tabak und Zitrusfrüchten hohe Ernteerträge erzielt.

In der Viehhaltung dominieren Rinder-, Schaf- und Schweinezucht. In den küstennahen Gewässern des Adriatischen Meeres ist der Fischfang eine wichtige Einkommensquelle.

Legislative
Das kroatische Parlament (Sabor) besteht Heute aus einem Kammer , früher aus zwei Kamern: dem Repräsentantenhaus mit 127 Mitgliedern (Zastupnicki dom), das Gesetze verabschiedet, und dem Komitatshaus (Zupanijski Dom) mit 63 Sitzen, das eine Prüfung der Gesetze vorschlagen oder verlangen kann. Die Abgeordneten beider Kammern sind jezt nur ein geworden und wird auf vier Jahre direkt gewählt. Von den 127 Sitzen des Repräsentantenhauses sind zwölf für Kroaten im Ausland und sieben für Minderheiten (drei davon für Serben) garantiert.

Politische Parteien
Zu den größten Parteien Kroatiens zählen die regierende Sozialdemokratische Partei SDP, Kroatische Volkspartei HNS , die Kroatische Sozialliberale Partei HSLS, Kroatischen Unabhängigen Demokraten HND, Bauernpartei HSS und als Oposition zählen die bis 2001. regierende Kroatische Demokratische Gemeinschaft HDZ (1989. gegründet) mit Parteien welche die ehemalige Mitglidern von HDZ gegründet haben wie DC (Demokratische Zentrum) und HB (Kroatische Blok) und die ultranationalistische Kroatische Partei des Rechts (HSP).

Soziales
Das vom Staat subventionierte Gesundheitssystem steht allen Bürgern des Landes zur Verfügung. Die medizinische Versorgung der Bevölkerung ist ausreichend. Grundsätzlich führten die Folgen der Kriegshandlungen jedoch zu einer Verschlechterung der sozialen Lage der Bewohner des Landes.

Sprache und Religion
Die offizielle Landessprache ist Kroatisch. Kroatisch wird mit dem lateinischen Alphabet geschrieben. Die meisten Kroaten bekennen sich zur römisch-katholischen Kirche. Die serbische Minderheit gehört dem serbischen Zweig der orthodoxen Kirche an. Die in Kroatien lebenden Bosnier sind Muslime.

Städte 
63 Prozent der Bevölkerung leben in Städten. Die größten Städte sind Zagreb, das bedeutendste Industriezentrum der Republik, mit 710 000 Einwohnern, Split (190 000 Einwohner) und Rijeka (168 000 Einwohner), zwei wichtige Seehäfen, sowie das Industriezentrum Osijek (104 000 Einwohner). Weitere Städte sind u. a. Zadar, Pula, Karlovac, Slavonski Brod, Dubrovnik und Sisak. (Ausführliche Informationen zu den einzelnen Städten finden Sie unter "Tourismus/Städteinformationen".

Verteidigung
Nach kroatischem Recht besteht für Männer eine sechsmonatige Wehrpflicht. Die Streitkräfte umfassen etwa 100 000 Soldaten; rund 90 Prozent davon sind beim Heer im Einsatz. Neulich kann man in Kroatien auch Zivildienst als Wehrpflicht dienen.

Währung
Zur Bekämpfung der galoppierenden Inflation ersetzte im Mai 1994 der Kuna den kroatischen Dinar (der im Dezember 1991 an die Stelle des jugoslawischen Dinar getreten war) als Landeswährung der Republik. Ein Kuna entspricht 100 Lipa. ( 1 € = ca. 7,50 kn )

Wirtschaft
Kroatien war eine der wohlhabendsten der sechs ehemaligen Teilrepubliken der Volksrepublik Jugoslawien. Hier wurden Ende der achtziger Jahre, als die Bestrebungen zur staatlichen Unabhängigkeit forciert wurden, Schätzungen zufolge etwa 25 Prozent des Bruttoinlandsprodukts des gesamten Landes erwirtschaftet. Die kroatische Volkswirtschaft war strukturell relativ ausgewogen, verzeichnete jedoch schon vor Einsetzen der Kriegshandlungen (Mitte 1991) Produktionseinbrüche.

Zollformalitäten
Einzelpersonen dürfen Waren im Wert von 100 USD unverzollt einführen. Liegt der Wert der eingeführten Waren zwischen 100 USD und 500 USD, so müssen eine Zollgebühr in Höhe von 8% sowie 22% Mehrwertsteuer entrichtet werden.

Überschreitet der Wert der eingeführten Waren 500 USD, wird die Zollgebühr aufgrund des Zolltarifs festgesetzt und beträgt dann zwischen 0 und 25%. Die zu zahlende Mehrwertsteuer beträgt imer 22%.