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Ciovo
CIOVO, Insel der mitteldalmatinischen Inselgruppe;
28,8 km2 (Länge 15,3 km, Breite bis zu 3,5 km); 6071 Einw.
Der höchste Gipfel ist Rudine (218 m). Vom Festland (Marjan-Kap)
ist Ciovo etwa 2 km entfernt; im Nordwesten ist die Insel durch
eine Hubbrücke mit dem Festland (Trogir) verbunden. Mit seiner
Lage schließt Ciovo die Bucht von KaStel ab. Die jährliche
Niederschlagsmenge beträgt 900 mm. Die Südseite der Insel
ist dem Südwind ausgesetzt, aber vor Bora gut geschützt,
an der Nordküste ist es umgekehrt. Auf der Insel gibt es keine
oberirdischen Wasserläufe, Brackwasser (Gemisch aus Salz- und
Süßwasser) tritt in den Ortschaften Slatine, Saldun und
bei Sveti KriZ zutage. Es gibt mehrere Höhlen, die bekannteren
sind Bilosaj und AniCina jama. Die Vegetation ist mittelländisch.
Auf weiten Teilen der Insel wächst Macchia-Buschwald (Steineiche,
Myrte, Wermut, Fichte u.a.), besonders zwischen Okrug Gornji und
Okrug Donji. Die Nordseite der Insel wurde mit Kiefern und Zypressen
bepflanzt (besonders längs des Wegs von Trogir nach Arbanija).
Es gedeihen Oliven, Feigen, Mandeln, Weinreben und Zitrusfrüchte.
Auf der Insel liegen die zu Trogir gehörenden Ortschaften Arbanija,
Zedno, Okrug Gornji, Okrug Donji sowie die Weiler Slatine und Prizidnica.
Auf der Westseite der Insel liegen Sand- und Kieselstrände,
die größten davon in der Saldun-Bucht. Duga, Tatinja
und MovarStica sind kleinere Buchten. Vor der Südwestküste
liegen mehrere kleine Inseln (Sveta Fumija, Galerija u.a.), deren
Gewässer sich besonders gut für die Unterwasserjagd eignen.
Auf der Ostseite der Insel findet man bei Slatine und an der Supetar-Bucht
mehrere kleinere Badestrände.
Die romanische Bezeichnung der Insel (Bua, Boa, Bavo, Bubus) ist
wahrscheinlich illyrischer Herkunft. Die slawische Bezeichnung Ciovo
wird mit dem Namen des Ostkaps der Insel Caput Jovis in Verbindung
gebracht. Im Mittelalter gab es auf Ciovo mehrere Dörfer, Einsiedeleien
und Leprosorien. Bei Slatine in der Supetar-Bucht wurden Spuren
einer frühromanischen, dem hl. Petrus geweihten Kirche entdeckt.
In Zedno ist die mittelalterliche Kirche St. Moritz erhalten. In
Ciovo steht die frühromanische Kirche der Madonna an der See.
Ab dem 15. Jh. steigt die Bevölkerungszahl der Insel, da viele
Menschen auf Ciovo Zuflucht vor den Türken suchten; gleichzeitig
weitet sich auch die Vorstadt von Trogir auf Ciovo aus.
Die Heilig-Kreuz-Kirche und das Dominika-nerkloster (5 km von Trogir
entfernt) werden im 15. Jh. von den Baumeistern Ivan DrakanoviC
und Nikola Mladinov errichtet. Das Kloster hat einen schönen
Kreuzgang; erhalten sind das polychrome Gewölbe des Speisesaals,
Gemälde von Matija PonCun u.a. Im Franziskanerkloster St. Anton
werden Gemälde von Palma d. J. und eine Magdalenenstatue des
Bildhauers Ivan DuknoviC aufbewahrt. Am Meeresufer steht die Hieronymuskirche.
Im Ostteil der Insel steht die Eremitenkirche der Madonna von Prizidnica;
ein bemaltes gotisches Kruzifix und eine byzantinische Ikone aus
dieser Kirche befinden sich heute in der Pfarrkirche von Slatine.
Südwestlich von Ciovo liegt die kleine Insel Fumija mit den
Mauerresten einer spätantiken oder frühmittelalterlichen
Kirche, die der hl. Euphemia geweiht war, sowie eines Klosters der
Benediktiner aus Trogir.
Die Insel ist im Grunde genommen eine Verlängerung von Trogir,
an das sie sich anlehnt, sie funktioniert aber auch wie eine Art
Wellenbrecher, der die Bucht von KaStela schützt. Neben günstigen
Voraussetzungen für einen angenehmen Badeurlaub hat Ciovo auch
interessante historische Denkmäler zu bieten. In den nahegelegenen
Städten Trogir und Split erwarten den Urlauber viele weitere
Sehenswürdigkeiten sowie Spaß und Unterhaltung.
Unterkunft findet man in Arbanija, Donji Okrug und Gornji Okrug,
Ciovo und Slatine (Ferienhäuser).
Fremdenverkehrsamt: s. Trogir
Arbanija, Ortschaft auf der Insel Ciovo, 4 km östlich von
Trogir. Im Ortsgebiet ist das Heilig-Kreuz-Kloster sehenswert, im
1 km entfernten Zedno die St.-Moritz-Kirche.
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