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Rab
RAB, Insel in der nördlichen Adria, zwischen den Inseln Krk
und Pag; 93,6 km2 (22 km lang); 9205 Einw. Die Insel besteht hauptsächlich
aus Karstformationen, die zwei Bergrücken bilden; im Nordosten
liegt Kamenjak (höchster Gipfel, 408 m), im Südwesten
Kalifront (97 m). Im Nordosten liegt zwischen den Buchten Lopar
und Crnika die Halbinsel Lopar. Außer Lopar gibt es einige
größere Buchten: Supetarska draga, Kamporska draga und
Sveta Fumija. Auf Rab sind die Winter mild (mittlere Temperatur
im Januar 6,7 °C) und die Sommer warm (mittlere Temperatur im
Juli 23,2°C); die mittlere Jahrestemperatur beträgt 15,3
°C und die jährliche Niederschlagsmenge beträgt ungefähr
1000 mm. Rab zählt zu den sonnigsten Teilen Europas; 2499 Sonnenstunden
im Jahr. Die Wassertemperatur beträgt im Sommer bis zu 24 °C
und im Winter bis zu 10 °C. Die Karstgebiete der Insel, besonders
Kalifront, sind stellenweise mit Macchia und mediterranischem Eichenwald
bewachsen, auch Zedern, Maulbeerbäume und einige Kiefernarten
kommen vor. Im Inselinneren werden Olivenbäume, Weinreben und
Gemüse angebaut. –Man kann auch Jagd auf Fasanen, Hasen,
Wildkaninchen und Marder machen. Außer der Stadt Rab gibt
es auf der Insel 7 Orte: Lopar, Mundanija, Supetarska draga, Kampor,
Banjol, Palit und Barbat. Zum Festland bestehen Fährverbindungen
(Jablanac–MiSnjak und Senj–Lopar). – Die Volkstracht
kann man heute nur selten sehen, von den Bräuchen wurden lediglich
die Hochzeitsbräuche beibehalten. Volkstänze “unser
Reigen”, “Meresinka” und “Mahlina”.
Rab (in der Antike Arba, im Mittelalter Arbe, Arbia, Arbiana, Arbitana,
Arbium); seit dem 15. Jh. tritt der Name Rab auf. In der Urgeschichte
war die Insel von illyrischen Liburnen bevölkert. Zum ersten
Mal wird sie 360 v. Chr. erwähnt. Die Römer haben sie
im 2. Jh. v. Chr. eingenommen; seit 155 v. Chr. war Rab eine römische
Kolonie, während der Herrschaft des Kaisers Augustus war die
Stadt Rab bereits Munizipium, von einer Stadtmauer und Wehrtürmen
umgeben. Die Römer haben auf der Insel zahlreiche Landhäuser
gebaut und Seefahrtsstationen (stationes navales) errichtet. Nach
der Völkerwanderung fällt Rab zunächst unter Byzanz,
vom 9. Jh. bis 1409 (mit kurzen Unterbrechungen) gehört es
zu Kroatien, und danach steht es bis 1797 unter venezianischer Vorherrschaft.
Nach kurzer österreichischer Herrschaft fällt die Insel
1805 zu den Illyrischen Provinzen Napoleons. Von 1814 bis 1918 gehört
sie zu Österreich, dann wird sie von Italien besetzt. Durch
den Rapallovertrag von 1920 wird die Insel wieder an das Mutterland
angeschlossen. Im April 1941 wurde sie von italienischen Truppen
besetzt, nach der Kapitulation Italiens von deutschen; 1945 wird
sie an das Mutterland Kroatien annektiert. – In den Jahren
1449 und 1456 wütete die Pest auf der Insel, so daß die
Einwohnerzahl einen erheblichen Rückfall erlebte. Das Leben
auf Rab stagnierte bis zum Anfang des 20. Jh., als der Aufschwung
des Tourismus erfolgte.
Wichtigere Häfen, Jachthäfen und Anlegestellen sind:
Rab (Hafen und Jachthafen ACI), Sveta Mara, Kamporska draga, Supetrska
draga, Supetarska draga (Jachthafen ACI) und Lopar.
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