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Gospic
GOSPIC, Stadt im Zentralteil der Lika, liegt auf
der abfallenden Hochebene am Fluß Novcica; 656 m ü.d.M.; 9025 Einw.
Zum ersten Mal wird sie 1692 erwähnt, ab 1733 entwickelt sie sich
zum neuen, geplanten Regimentssitz in der Region Lika. Danach wird
sie zum Sitz des Regiments der Militärgrenze, und seit den 80er
Jahren des 19. Jh. Hauptstadt der Gespanschaft Lika–Krbava. GospiC
ist das Verwaltungs-, Kultur- und Bildungszentrum der Region Lika.
Die Stadt wurde im 17. Jh. gegründet und ist während der Zeit der
Militärgrenze zum Zentrum des Kommandos der Lika und zum Brigadesitz
des Regiments Lika-OtoCac geworden. Unter den Bauwerken sind die
Burg des Agas SenkoviC, die Kaserne aus dem Jahr 1767 und die spätbarocke
Pfarrkiche St. Maria aus dem Jahr 1780 sehenswert. Die Gedenktafel
an der Kirche erinnert an die in der Schlacht bei Bilaj im Jahr
1809 gefallenen Soldaten (R. FrangeS-MihanoviC). In der Kapelle
des hl. Johannes v. Nepomuk befinden sich drei Gemälde aus dem 18.–19.
Jh. Auf dem Friedhof steht die Frauenbüste mit Dukaten, ein Werk
von Ivan RendiC aus dem Jahr 1907 (Grabmal des Lovro PogoreliC)
und auf dem Platz das Nikola-Tesla-Denkmal von Frane KrSiniC (1981).
Das 1958 gegründete Lika-Museum beherbergt eine archäologische und
eine ethnographische Sammlung, sowie eine Sammlung der neueren Geschichte
und Kunstwerke. Archäologische Funde (japodische Kultur, römische
Münzen aus LiCki Ribnik) sind besonders zahlreich vertreten. Zum
Museum gehört auch das “Geburtshaus von Nikola Tesla” im Dorf Smiljan.
Gospic, das Verwaltungszentrum der Gespanschaft
Lika-Senj, spielt heute keine allzu große Rolle im Fremdenverkehr.
Es ist jedoch interessant, daß bereits 1910 Professor Dragutin FraniC
aus GospiC ein umfangreiches Buch unter dem Titel Die Plitvicer
Seen und ihre Umgebung veröffentlicht und die Bedeutung des Tourismus
für diese Gegend vorhergesehen hat. Die neue Rolle der Stadt, ihre
Bedeutung für den Transitverkehr, die Bedeutung der Plitvicer Seen
auf der einen und der Ortschaft BaSke OStarije auf der anderen Seite,
die Erholungs-, Freizeit- und Jagdmöglichkeiten, die einheimischen
Erzeugnisse (Käse, Milch, Lammfleisch, Kartoffeln, Kraut) aus ökologischem
Anbau und die klimatischen Bedingungen kündigen eine schnelle Wiederaufwertung
des Tourismus an.
Aus Gospic führen einige Wege zum Velebit (Gospic–Ostarije,
27 km; Gospic–Pazariste-Stirovaca–Veliki Alan, 60 km). Die Nähe
zum Hotel Velebno ist für den Winter- und Skitourismus bedeutend.
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